Wie schaffen wir eine Forschungsplattform, die offen, nachhaltig und nah an den Bedürfnissen von Patient*innen entwickelt wird?
Diese Leitfrage prägte die NUM Convention 2026, die in den vergangenen Tagen zum dritten Mal im bcc in Berlin stattfand.
Zum Auftakt richtete Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, ein motivierendes Grußwort an die Teilnehmenden. Darin betonte sie die internationale Relevanz von NATON – ein tolles Signal für die Schaffenskraft und Sichtbarkeit des gesamten Netzwerks. Im Anschluss startete die Veranstaltung mit vielfältigen Sessions und einem dynamischen Austausch innerhalb der Community.
Am ersten Convention-Tag brachte sich NATON als Mitorganisator in die Session „Perspektiven für die Beteiligung von Patient*innen und ihren Angehörigen“ ein. Beiträge aus unterschiedlichen Patientenvertretungen eröffneten die Diskussion und mündeten in einen vertiefenden Austausch im World-Café-Format. Besonders eindrücklich schilderte Dr. Ruth Biller, Vorsitzende der ARVC Selbsthilfe, welche zentrale Rolle Obduktionen im Kontext seltener Herzerkrankungen für die Familien der Betroffenen spielen können. Vielen Dank noch einmal für diese wertvollen Einblicke! Die Ergebnisse der Session bieten wichtige Ansatzpunkte, um weitere Initiativen in das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) einzubinden und Patientenbeteiligung langfristig und sichtbar in Forschungsstrukturen zu verankern.


Der zweite Veranstaltungstag begann mit dem 1. NATON Quartalsmeeting 2026. Rund 50 Teilnehmende – vor Ort (im Gruppenbild unten) und digital – tauschten sich zu aktuellen Forschungsthemen aus. Fachliche Impulse kamen unter anderem von Prof. Dr. Markus Glatzel (UKE Hamburg) mit einem Forschungsvortrag zum Einfluss chronischer viraler Infektionen auf die Parkinson-Neuropathologie sowie von Dr. Helena Radbruch (Charité Berlin), die einen eindrucksvollen Obduktionsfall vorstellte. Die Diskussionen machten erneut deutlich, wie wertvoll die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb von NATON ist.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die zur erfolgreichen Durchführung dieser NUM Convention beigetragen haben – für neue Ideen, engagierte Gespräche und spannende Kooperationsansätze. Besonderer Dank gilt der NUM-Koordinierungsstelle sowie den NATON-Partnern, die teils extra für das Quartalsmeeting nach Berlin gekommen sind.



